8 Produkte, mit denen jeder sofort nachhaltiger lebt

Vielleicht hat es der ein oder andere auf Instagram oder Youtube mitbekommen, dass ich im Januar eine Vegan Challenge gemacht habe. In diesem Blogpost habe ich euch mehr zu dem Thema erzählt.

Ich möchte aber in diesem Jahr nicht nur vegane Rezepte ausprobieren, sondern grundsätzlich mehr meinen Fokus auf Nachhaltigkeit legen. Auf Youtube sind zum Beispiel Videos zum Thema Nachhaltigkeit in Beauty und Fashion online gegangen.

Es braucht aber nicht immer große Veränderungen. Auch kleine Schritte machen viel aus und führen dazu, dass man sich viel intensiver damit auseinandersetzt, was wir eigentlich täglich an Müll produzieren.

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1 + 2 | French Press und Kaffemühle

Ich muss zugeben, dass in der Küche von mir und meinem Freund eine Kapselkaffeemaschine steht und wir beide diese lieben. Wir lieben den Kaffee, der in umweltunfreundlichen Aluminiumkapseln verpackt ist. Das gute ist, dass Aluminium immerhin gut recycelt werden kann. Allerdings bedeutet das auch viel Energie und Ressourcen, besonders wenn Menschen ihren Müll doch nicht richtig trennen und so einiges nicht wiederverwendet werden kann. Schon länger besitze ich eine French Press, bisher kam sie allerdings eher selten zum Einsatz. Morgens muss es oft schnell gehen und außerdem verliert der fertig gemahlene Kaffee auch nach einer Weile sein Aroma.

Damit ich meinen hübschen Kaffeezubereiter in diesem Jahr endlich häufiger nutze (und meinen Kapselverbrauch damit senke), habe ich mir zu Weihnachten eine kleine Kaffeemühle gewünscht. So kann ich zu Hause selbst die Kaffeebohnen mahlen, wenn ich Kaffee trinken möchte und mich an dem tollen Aroma erfreuen. Ich werde hoffentlich an beiden Produkten sehr lange Freude haben und komme dann beim Kaffeegenuss tatsächlich auf keinerlei Verpackungsmüll (siehe Punkt 4).

3 | Wiederverwendbare Abschminkpads

Abschminktücher – und pads zum Wiederverwenden benutze ich schon seit über einem Jahr. Ich finde, dass diese Mikrofasertücher, mit denen man sich nur mit Wasser abschminken kann, eine ganz tolle Erfindung sind. Es ist so sanft zur Haut und gute Tücher funktionieren tatsächlich sehr gut (ich habe euch unten ein paar Empfehlenswerte verlinkt). Von einer Freundin habe ich vor Kurzem dann noch selbstgenähte Abschminkpads bekommen. Die sind perfekt, wenn man Mizellenwasser oder andere Reinigungsprodukte verwenden möchte. Die Tücher und Pads können einfach in die Wäsche und so immer wieder verwendet werden.

4 |To-go-Becher und Trinkflaschen

Ich konnte irgendwie noch nie verstehen, wie Leute jeden Tag ihr Wasser in einer neuen Plastikflasche kaufen. Vielleicht liegt es daran, das es das bei mir zu Hause einfach nur selten gab. Meistens werden bei uns Plastikflaschen (wenn sie nun schon einmal da sind) so lange weiterverwendet, wie es geht. Da dies durch auswaschen meist nicht länger als eine Woche ist, ist die bessere Lösung definitiv eine dauerhaft wiederverwendbare Flasche.

Am liebsten sind mir dabei Glasflaschen, denn diese lassen sich gut reinigen und geben keine Schadstoffe an ihren Inhalt ab. Momentan bin ich noch auf der Suche nach einem To-go-Becher für Kaffee. Ich liebäugle auch hier mit einer Glasvariante, leider sind diese aber so schwer. Eigentlich habe ich einen wunderschönen neuen Bambusbecher. Leider war mir vorher nicht bewusst, dass diese eigentlich immer mit Melamin beschichtet sind. Melamin sollte nur bei Temperaturen bis 70 Grad verwendet werden, was bei Kaffee und Tee sehr unrealistisch ist. Zudem nutzt sich die Melaminschicht bei jeder Nutzung etwas ab, sodass diese brüchig wird und Melamin in das Getränk abgibt. Meinen neuer Bambusbecher wird umfunktioniert und bald Blumen beherbergen.

5 | Vorratsdosen & Unverpacktläden

Der meiste Müll entsteht dadurch, dass unsere Lebensmittel immer mehr verpackt sind. Gurken, die im hautengen Plastikkleid im Supermarkt warten, Süßigkeiten, die alle einzeln verpackt sind oder Produkte, die fast wie eine russische Matroschka eingetütet sind.Inzwischen gibt es in vielen größeren Städten Läden, die darauf verzichten, ihre Produkte verpackt an die Kunden zu verkaufen. Stattdessen kann man seine eigenen Behältnisse und Dosen mitbringen oder dort Vorratsgläser erwerben. Schöne Weckgläser und Glasdosen machen sich auch gut in der Küche als Dekoration.

6 | Menstruationstasse

Ein bisschen gewöhnungsbedürftig ist es für manche sicherlich, aber ich benutze seit ein paar Jahren eine Menstruationstasse und kann mir nichts anderes mehr vorstellen. Für mich gibt es jede Menge Vorteile. Zwar sind Menstruationstassen in der Anschaffung nicht ganz billig, sie halten dafür aber einige Jahre. Statt jeden Monat jede Menge Müll mit Tampons zu produzieren, wird die Menstruationstasse einfach ausgewaschen und im Anschluss steril ausgekocht. Ich persönlich finde es so viel besser, einfacher und sauberer.

7 | Stofftaschentücher

Bereit für ein bisschen Oma-Content? Denn meine Stofftaschentücher haben tatsächlich schon einige Jahre auf dem Buckel. Ich habe sie von zu Hause mitgenommen, weil wir gefühlt hunderte davon haben – geerbt von meinen Großeltern. Nachts oder insbesondere wenn ich richtig krank bin benutze ich sie, denn sie sind viel angenehmer an der Nase als jedes noch so weiche Papiertaschentuch. Zudem ist der Taschentuchverbrauch bei einem Schnupfen und laufender Nase manchmal echt enorm, sodass ich es für zu Hause eine gute Alternative finde, zum Erbstück zu greifen. Die Tücher lassen sich wunderbar mit Handtüchern bei 60 oder 90 Grad wieder hygienisch sauber waschen und kommen in die sowieso anfallende Kochwäsche. Nachhaltiger geht es nicht.

8|Jutebeutel & Tragetaschen

Seit 2016 sind kostenlose Plastiktüten in den Geschäften meist nicht mehr kostenlos – viele haben sie komplett aus den Läden verbannt und bieten nur noch Papiertüten oder wiederverwendbare Tragetaschen an. Papiertüten sind besser als Plastiktüten, optimal ist es trotzdem nicht, bei jedem Einkauf eine neue Tüte zu kaufen. Besser ist es, stattdessen immer einen Jutebeutel oder eine kleine Tragetasche dabeizuhaben. Letztere sind meistens aus Kunststoff, dafür aber sehr klein zusammenfaltbar. Ich bevorzuge Jutebeutel, die nicht so viel mehr Platz wegnehmen. Inzwischen habe ich zig Beutel, da es diese in den letzten Jahren oft auf Events oder an der Uni gab – ich kann also in jeder Tasche einen dabeihaben.

Folge:

2 Kommentare

  1. Jana
    4. März 2019 / 15:40

    Hallo Sonja!
    Toller und vor allem informativer Beitrag und ich finde es super, dass viele deiner Tipps grad für Anfänger sicherlich leicht umzusetzen sind. Ich beschäftige mich auch schon eine ganze Weile mit Nachhaltigkeit & Co. und wenn man sich etwas beliest, ist es eigentlich gar nicht so schwer, gute Alternativen zu finden.

    Bezüglich Tipp Nummer 3 würde ich aber gerne etwas anmerken: Mikrofaser (zB Polyester) sind zwar in der Herstellung zunächst umweltschonender als Naturfaser wie bspw. Baumwolle, auf der langen Sicht sind sie allerdings ziemlich umweltschädlich, da sich bei jedem Waschgang kleinste Faserteile lösen, die so in unseren Wasserkreislauf gelangen (vergleichbar mit Mikroplastikpartikel aus Kosmetika). Die Faserteile bauen sich nicht natürlich ab und können auch nur schwer (bis gar nicht) aus dem Wasser gefiltert werden, sodass sie auf kurz oder lang im Meer und in ihren Bewohnern (und somit im Grunde auch auf unserem Teller) gelangen.
    Ich benutze seit einiger Zeit wiederverwendbare Pads aus reiner Baumwolle und das funktioniert wirklich gut. Ich hatte vor einigen Monaten auch mal ein Gespräch mit einer Dermatologin, die meinte, dass Mikrofasertücher insofern nicht für die Haut geeignet seien, da sie wie ganz feines Schmirgelpapier aufgebaut sind und somit bei jeder Anwendung die Haut zusätzlich reizen (und das obwohl man ja bei diesem weichen, flauschigen Material genau das Gegenteil erwarten würde). Aber ob man Mikrofaser “verträgt” hängt natürlich auch immer ein bisschen von der eigenen Hautbeschaffenheit ab. (Ich hoffe btw, dass mein Kommentar nicht zu “preachy” rüberkommt, ist eigentlich nur als Hinweis gedacht und wiederverwendbare Pads sind wohl alle mal besser als die Wegwerf-Variante).

    Ich hoffe, du hast noch eine tolle Zeit in Asien!

    Liebe Grüße
    Jana

    • Sonja
      Autor
      25. März 2019 / 21:55

      Liebe Jana,

      vielen Dank für deinen Kommentar! Es freut mich wirklich sehr, dass das Thema immer mehr Leute interessiert und man sich so auch gegenseitig Tipps geben und sich austauschen kann. Tatsächlich habe ich an die Mikroplastikproblematik in diesem Zusammenhang nicht nachgedacht, aber du hast vollkommen recht damit. Insofern werde ich dann auf lange Sicht doch mehr auf die selbstgemachten wiederverwendbaren Pads, die ich geschenkt bekommen habe, zurückgreifen. Diese sind aus Baumwolle bzw alten Waschlappen und dementsprechend noch nachhaltiger. Das Thema Nachhaltigkeit ist wirklich sehr komplex und es ist gar nicht so einfach, alles auf dem Schirm zu haben, deshalb vielen Dank für deinen Hinweis :)

      Liebe Grüße
      Sonja

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